Man spuckt euch ins Gesicht

Jemandem ins Gesicht zu spucken stellt strafrechtlich eine Beleidigung oder Körperverletzung dar. Es ist eine Herabwürdigung des tatsächlichen Angesichts und eine Beschädigung der tatsächlichen Würde. Der Täter möchte die tatsächliche Würde, so wie sie ist, nicht stehen lassen und stuft den Bespuckten durch seine Tat herab. Diese Herabwürdigung kann auch verbal und nur mit Worten erfolgen. Menschen können sich aber auch selbst ins Gesicht spucken. Was ist aber, wenn der Bespuckte es gar nicht als Bespucken auffasst, sondern als Lobhudelei?

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Der Betroffene erkennt das Bespucken nicht, weil er die Tat als solche nicht erkennt, den Zusammenhang, den Grund, oder den Anlass für die Tat nicht erkennen und dadurch nicht einschätzen kann. Deshalb möchte ich den Platz hier dafür nutzen, die Zusammenhänge ein Wenig zu beleuchten.

Es wird den Menschen erzählt, dass wir im Kapitalismus leben würden. Das ist falsch. Es handelt sich um Korporatismus, mit einem starken Hang zur Oligarchie und Plutokratie. Je intensiver wir uns darum bemühen, dass es uns wirtschaftlich gut geht, desto mehr geben wir Lebenenergie an diejenigen ab, die davon in Wahrheit wirtschaftlich profitieren. Und Lebenenergie ist Lebenszeit.

Das Kapitalistische Manifest Spätestens seit Erzbischof Wulfstan im Jahre 1014 in einer Predigt in York erklärte: „Die Welt rast ihrem Ende entgegen“, glauben die Menschen, dass alles nur schlechter wird und dass früher alles besser war. Vieles in der Diskussion um die Globalisierung beruht zu einem großen Teil auf der Vorstellung, dass die Welt unweigerlich zu Grunde gehen wird. Im Jahr 2000 tat der Erzbischof von Schweden K.G. Hammar es seinem Kollegen von vor tausend Jahren gleich, indem er die Entwicklung auf der Welt mit folgenden Worten zusammenfasste: „Man kann regelrecht zuschauen, wie die Menschheit geradewegs zur Hölle fährt, ohne dass es auch nur im geringsten eine Notbremse gäbe.“ Insbesondere wird behauptet, die Welt sei immer ungerechter geworden. Der Refrain, der sich durch die Debatte zur Marktwirtschaft zieht, lautet: „Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer.“ Dies wird nahezu als ein Naturgesetz betrachtet, nicht als eine These, über die man diskutieren müsste. Schaut man sich jedoch genauer an, was hinter den gängigen Schlagworten steckt und was tatsächlich auf der Welt passiert ist, dann sieht man, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Der erste Teil der Behauptung stimmt, die Reichen sind tatsächlich reicher geworden. Nicht alle und nicht überall, aber insgesamt schon. Wir, die wir das Privileg genießen, in den reicheren Ländern zu leben, sind in den letzten Jahrzehnten beträchtlich reicher geworden. Gleiches gilt ebenfalls für die Reichen in der Dritten Welt. Aber der zweite Teil der Behauptung ist schlicht und einfach falsch. Die Lage der Armen auf der Welt insgesamt ist innerhalb der letzten Jahrzehnte nicht schlimmer geworden. Im Gegenteil, die absolute Armut hat sich verringert, und dort, wo sie quantitativ am größten war – in Asien – haben Hunderte Millionen von Menschen, die noch vor 20 Jahren um das nackte Überleben kämpften, mittlerweile ein sicheres Existenzniveau erreicht und es sogar zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Das globale Elend ist geringer geworden, und der Anfang zur Beseitigung der großen Ungerechtigkeiten ist gemacht. Dieses erste Kapitel enthält eine Reihe von Zahlen und Trendbeschreibungen, mit deren Hilfe die weit verbreitete irrige Vorstellung über die in der Welt herrschenden Zustände widerlegt werden soll. Eines der wichtigsten Bücher, die in den letzten Jahren erschienen sind, ist I Asiens tid, eine Reportage, in der der schwedische Schriftsteller Lasse Berg und der Dokumentarfilmer Stig Karlsson ihre erneuten Reisen in jene asiatischen Länder beschreiben, die sie bereits in den 6oer Jahren besucht hatten. Damals waren für sie Armut, tiefes Elend und Katastrophengefahr allgegenwärtig. Wie andere Asien-Reisende fanden sie nichts, was sie an eine hoffnungsvolle Zukunft glauben ließ, die einzige Chance war ihrer Meinung nach vielleicht eine sozialistische Revolution. Als sie in den 90er Jahren wieder nach Indien und China kamen, konnten sie nicht umhin, sich einzugestehen, wie unrecht sie damals hatten. Immer mehr Menschen konnten sich von Armut befreien, das Problem des Hungers verliert an Bedeutung, in den Straßen ist es sauberer. Aus den Lehmhütten sind Ziegelhäuser geworden, die elektrisches Licht und Fernsehantennen auf den Dächern haben. Als die beiden Schweden das erste Mal Kalkutta besuchten, war ein Zehntel der Einwohner obdachlos, und jeden Morgen rückten die Lastwagen der Behörden oder der Missionswerke aus, um die herumliegenden Toten der letzten Nacht einzusammeln. Als sie dann 30 Jahre später wieder auf den Straßen liegende Menschen fotografieren wollten, hatten sie Probleme, überhaupt welche zu finden. Und gleichzeitig verblassen die Klischees. Die Rikscha, dieses merkwürdige, vielen von uns aus den Tintin-Alben bekannte Transportmittel, bei dem sich barfüßige Männer abmühen, Reisende in Wagen durch die Stadt zu ziehen, ist immer seltener im Straßenbild zu finden. Stattdessen fährt man Auto, Motorrad und U-Bahn. Als Lasse Berg und Stig Karlsson jungen Indern ein Foto zeigten, das sie bei ihrem ersten Besuch aufgenommen hatten, wollten diese nicht einmal glauben, dass es sich um den gleichen Ort handelte. Quelle

Nur bestimmte gesellschaftliche Gruppen sind in Entscheidungsprozessen eingebunden. Die Gesellschaft als Ganzes wird nicht befragt, sondern nur diejenigen, die das Regime stützen. Das ist zunehmend die Geldwirtschaft und diejenigen, die mit Geld ihr Geld verdienen. Zunehmend werden gesellschaftliche Strömungen, die den Korporatismus, mit Hang zur Oligarchie und Plutokratie infrage stellen aus demokratischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Das ist dann das Pack.

Sigmar Gabriel Deutsches Pack muss weg!

Der Bürger, Konsument und Arbeitnehmer findet sich mit immer neuen und immer höheren finanziellen Forderungen konfrontiert, von denen er immer weniger profitiert. Diejenigen, die die Entscheidungen treffen, sind nicht diejenigen, die dafür bezahlen dürfen.

Das ist erst dadurch möglich, weil die Menschen die Zusammenhänge nicht sehen können oder nicht sehen wollen. Es gibt kein einziges Beispiel auf dieser Erde, bei der z.B. die Trinkwasserprivatisierung dafür gesorgt haben mag, dass dadurch weniger Menschen verdursten. Bei der Privatisierung von allem was ist geht es auch gar nicht darum, den Menschen ein Leben in Wohlstand zu verschaffen, sondern es geht in den jeweiligen Aspekten um die Erschaffung von Märkten, wo bislang noch kein Markt war.

Der Plan der Globalisierung ist in Wahrheit also die Vermarktung von allem was ist. Hierin können wir das symbolische Malzeichen des Tieres entdecken, das jeder Mensch tragen wird. Die Menschen werden jedoch nicht dazu gezwungen, sondern sie tragen es freiwillig.

666 – Das Malzeichen des Tieres – Die Anbetung des Antichristen

Das bedeutet, ein jeder ist daran beteiligt und somit ein Teil des Tieres, das sich durch uns und in uns offenbart. Es findet nicht im Außen statt, sondern in uns und durch uns selbst.

Sobald eine lebensnotwendige Handlung, wie das Trinken, nur noch durch das Bezahlen von Geld möglich ist, zwingt man die Menschen dazu sich selbst zu versklaven. Sie müssen arbeiten gehen, um Wasser trinken zu können. Vor der Privatisierung stand das Wasser jedem kostenfrei zur Verfügung. Dabei ist es nur eine Frage der Organisation, das Trinkwasser sauber zu halten. Die Korruption sorgt jedoch zuverlässig dafür, dass den Menschen das kostenfreie Trinkwasser weggenommen werden darf.

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Ein weiteres extremes Beispiel ist die Erschaffung von Märkten in den virtuellen Welten des Internet. Das Internet ist kein Instrument, um mehr Freiheit durch mehr Wissen zu bekommen. Das Internet ist der größte Marktplatz. Wissen wird vermarktet. Wissen, das jedem Menschen kostenfrei in den Kopf kommt, wird vermarktet. Bilder, Teilhabe, soziale Kontakte, Kommunikationsinhalte, Daten und Informationen werden erfolgreich vermarktet.

Immer glauben die Menschen einen Vorteil davon zu haben, wenn sie ihr Wissen auf dem weltweiten Markt zur Vermarktung anbieten. Meist wissen die Menschen nichts davon, dass sie durch ihr Kommunikations- und Surfverhalten, das Geschäft erst ermöglichen.

Das eine Beispiel war das lebensnotwendige Trinken von Wasser. Ein weiteres Beispiel der Vermarktung sind sexuelle Bedürfnisse, die inzwischen zum größten Geschäftszweig innerhalb des Internet herangewachsen sind. Ein finanzielles Investment bei der Hausbank wird in der Regel gestreut investiert. Man investiert in gut gehende Marken und in Dienstleistungen, die vielversprechende Renditen erwarten lassen. Manchmal weiß der Anleger selbst nichts davon, dass sein Investment zum Teil bei Porno-Seiten für ihn arbeitet. Deshalb kann der Anleger am Abend auch ohne ein schlechtes Gewissen, aber heimlich, mit seinem alten Computer die eine oder andere Porno-Seite besuchen.

Krass wird das Porno-Geschäft an den Stellen, wo Hausfrauen, alte und junge Menschen selbst zu Porno-Darsteller gemacht werden, indem sie bei sich zuhause nur eine Kamera aufstellen müssen und die Bilder über die Porno-Seitenbetreiber ins Internet gestellt werden. Nutzer bezahlen dann für das, was sie sehen wollen. So können Seitenbetreiber beide Seiten schön abzocken. Wenn es früher nur der Straßenstrich und die Bordelle waren, macht das Internet das Liebesleben der Menschen immer intensiver zum Geschäft. Die Menschen merken es gar nicht, wie sie sich selbst – im wahrsten Sinne – zu Nutten der gehobenen Gesellschaft machen.

Genau dieses Prinzip verfolgt die Geschäftswerdung und Vermarktung von allem was ist. Es soll keinen einzigen Quadratzentimeter auf dieser Erde geben, der niemandem gehört. Die Weltmeere sind in militärische Gebiete aufgeteilt worden. Dadurch sind sie im Besitz derjenigen Elitären Kreise, die das Militär bewegen und bestimmen. Menschen werden nur dann essen uns trinken können, wenn sie dafür Geld bezahlen. Wer das nicht kann, ist vom Markt und dadurch vom Leben. So wird es dann keine Hungernden Menschen mehr geben, weil sie einfach nicht überleben.

Welche Vorteile haben die Menschen nun davon, dass sie mehr Gebühren für TV, Wasser, Straßenverkehr und Kommunikation ausgeben müssen? Natürlich keine. Vorteile haben diejenigen, die davon profitieren.

Deshalb halte ich es für Selbstbetrug, zu behaupten, dass die Kommunikationsdienste uns Menschen dabei helfen uns zusammenzufinden. Nein, sie halten uns zum Narren. Sie lachen uns dafür aus, wenn wir immer intensiver auf Kommunikationstechnik zurückgreifen müssen, statt endlich nicht mehr daran festzuhalten und z.B. die Telepathie wiederzuentdecken. Sie lachen uns dafür aus, dass wir uns immer mehr verkaufen, statt in uns zu erkennen, dass wir nichts brauchen, außer uns selbst. Wir haben alles in uns, um heil gesund und ganz sein zu können, stattdessen laufen wir mehrheitlich immer noch in die Apotheken.

Es geht nicht darum den Menschen den Wohlstand zu bringen, sondern die Märkte. Dafür müssen die Menschen von sich selbst und von ihrer wahren Natur weggeführt werden. Dieses “Von der wahren Natur den Menschen weggeführt werden“ geschieht durch den Eigennutz. Ich behaupte, dass wir den Eigennutz überwinden können, wenn wir ihn als einen Aspekt erkennen, der uns unsere Würde genommen hat.

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Man gibt den Menschen zu verstehen, dass sie Vitamine brauchen. Dann laufen sie in die Ladengeschäfte, um sich Vitamine zu kaufen.

Man gibt den Menschen zu verstehen, dass Bioprodukte qualitativ besser seien, dann laufen sie in die Bio-Ladengeschäfte und bezahlen freiwillig das Doppelte.

Man gibt den Menschen zu verstehen, dass es Erkrankungen gibt, dann laufen sie auch freiwillig zu den Vorsorgeuntersuchungen, lassen sich Gift spritzen uns essen chemischen Abfall, der ansonsten teuer entsorgt werden müsste.

Man gibt den Menschen zu verstehen, dass sie Behörden brauchen, dann bezahlen sie auch freiwillig mehr Steuern.

Man gibt den Menschen zu verstehen, dass sie neue U-Bahnen, ICE’s, Nahverkehrszüge und Busse brauchen, dann bezahlen sie auch freiwillig höhere Fahrpreise.

Man gibt den Menschen zu verstehen, dass ihnen nur dadurch wohler werden würde, wenn sie der Ideologie des Korporatismus folgen, dass nur durch mehr Markt mehr Wohlsein entstünde, dann vermarkten die Menschen sogar freiwillig ihre sexuellen Triebe.

Es ist kaum zu glauben, aber genau das geschieht im Augenblick. Noch vor wenigen Jahren hatte ich angenommen, dass sich die Verhältnisse umkehren könnten. Jetzt denke ich, dass sich nichts mehr umkehren wird. Es wird auch keinen Zusammenbruch des Finanzsystems geben. Sondern die Selbstvermarktung wird zunehmen.

Ist Wohlstand dann gegeben, wenn sich wenige alles kaufen können, wenn die meisten Menschen immer zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung haben und die meisten Menschen krank vor Sorgen sind? Oder ist Wohlstand dann gegeben, wenn die meisten Menschen alles haben und die meisten Menschen nicht an sich selbst verzweifeln?

Ich bin enttäuscht – ja, ich war getäuscht – von der spirituellen Szene. Die meisten Menschen, die das was geschieht durchschauen und erkennen können, ziehen nun wieder ihre geschäftlichen Kreise und zocken die Menschen ab. Sie nutzen den Marktplatz Internet, um sich und ihre Fähigkeiten Best möglichst zu vermarkten. Nicht selten verlangen Heiler 300 Euro pro Sitzung. Auch diese Menschen tragen durch ihre Mitwirkung dazu bei, dass das Beschriebene geschehen kann.

All diejenigen, die sich an der Geschäftswerdung von allem was ist beteiligen, spucken sich gegenseitig und sich selbst ins Gesicht und bemerken gar nicht, wie sie sich gegenseitig und sich selbst ihre Würde nehmen, als Gottes Ebenbild in diese Welt gekommen zu sein.

Die Offenbarung, die in der Bibel beschrieben wird, das Discloser, das in neuerer Zeit befürchtet wird, findet nicht im Außen statt, sondern wir Menschen erkennen die dunklen Aspekte in uns selbst. Wir waren alle in unserer Inkarnations-Historie daran beteiligt, dass es so gekommen war. Wir haben es gebraucht, um zu erkennen, was wir wirklich sind. Jetzt dürfen wir nur nicht versagen, um dem Markt unsere Aufmerksamkeit entziehen zu können, und um die Aufmerksamkeit uns selbst und uns unsere wahre Würde zurückgeben zu können.

 

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