Das Dilemma mit der Identität

Jeder Mensch hat eine individuelle und unverwechselbare, sowie nicht fälschbare psychosoziale und biometrische Identität. Diese setzt sich aus vielen Aspekten zusammen. Sie wird während der Ich-Werdung ab der Zellteilung im Mutterleib und ab dem ersten Tag des Lebens programmiert und sie programmiert sich mit jedem weiteren Tag des Lebens weiter. Auch deshalb sind wir heute nicht mehr die wir gestern waren. Das Leben ist auch an der Stelle der Selbstidentifikation ein ständiges Werden und Vergehen.

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Wir denken wer wir sind, also sind wir was wir denken. Das Gesicht, die Augenfarbe, Fingerabdrücke, Blutgruppe, ja die DNA usw. sind vorbestimmte biometrische Aspekte, die zur Identität beitragen. Aber all das kann sich mithilfe der Gedanken ändern. Und diese Veränderung geschieht an jedem Tag unseres Lebens.

Das bedeutet, die wahre Identität ist nicht mit der Identität zu verwechseln, die im Pass steht. Diese Identität ist eine Hilfskonstruktion dafür, die Menschen zu beherrschen. Weil man sich nicht besser zu helfen wusste, gab man den Menschen einen amtlichen Namen zur Identifikation, um sie kontrollieren zu können. Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Namen um eine Aneinanderreihung von Buchstaben, um einen Zahlencode, um einen maschinenlesbaren Strichcode, oder um einen Codenamen handelt, der auf einem Chip gespeichert ist, um ihn unter der Haut zu implantieren und per Funk auszulesen. Der Zweck ist immer derselbe. Die Identitätsfeststellung dient der Kontrolle und damit zunächst nur der Verwaltung, aber so auch der Machtausübung oder der Unterdrückung dessen, was wir wirklich sind.

Wie absurd die Frage der Identität in dieser Gesellschaft beantwortet wird, können wir an den unterschiedlichen Erklärungsversuchen erkennen.

  1. Definition: Von lateinisch zu idem = derselbe bezeichnet Identität in der Psychoanalyse das emotionale Sich gleichsetzen mit einer anderen Person oder einer Gruppe und Übernahme ihrer Motive und Ideale in das eigene Ich (vgl. Autorengemeinschaft & Redaktionelle Leitung Grill, 1992, S. 119f).
  2. Definition: Identität wird als Wahrnehmung der relativen Einheitlichkeit der Einstellungen, Gefühle und des Verhaltens trotz wechselnder Umweltbedingungen und des Fortschreitens der Zeit beschrieben (vgl. Brunner & Zeltner, 1980, S. 100).
  3. Definition: „Identität bezeichnet die völlige Übereinstimmung eines Indiviuums oder einer Sache mit sich selbst. In Bezug auf die Identität des Menschen spricht die Psychologie von einem dynamischen Selbstkonzept, das lebenslang in Entwicklung begriffen ist, im Wechselspiel mit dem sozialen Umfeld kontinuierlich Veränderungen und in Form von Identitätskrisen“ (Köck & Ott, 1997, S. 312).
  4. Definition: „Identität ist das Gesamt der Antworten auf die Frage: Wer bin ich? Wer sind wir?“ (Reinhold, 1997, S. 276).
  5. Definition: Identität meint den Zielzustand, sich durch Integration neuer Erfahrungen wandeln und mit widersprüchlichen Normen umgehen zu können, ohne die eigenen Intentionen aufzugeben (vgl. Keck & Sandfuchs, 1994 S. 156).
  6. Definition: Nach Krappmann stellt die Identität die Besonderheit des Individuums dar (vgl. Krappmann, 1969 S. 9).
  7. Definition: „Was passiert, wenn man sich mit einer Identität versieht? Man bewaffnet sich. (…) Die Identität ist genauso problematisch wie jede andere Waffe – die Waffe an sich ist nichts, was es zu vergöttern gilt und was nicht zu kritisieren wäre. Eine Waffe ist dazu da, Leute umzubringen, und in diesem Sinne falsch. Nur wissen wir ja auch alle, dass es manchmal unumgänglich ist, sich zu bewaffnen; und auf dieser Ebene würde ich gerne den Begriff der Identität oder das Betonen der Besonderheiten sehen, und auf dieser Ebene kann man auch die Gefahr sehr leicht diskutieren“ (Diedrichsen & Jacob, 1994, S. 53).
  8. Definition: „Ich habe mir diese Frage mehr als einmal gestellt, während ich das wieder las, was ich über die Identität geschrieben habe und ich beeile mich zu erklären, dass ich in diesem Buch keine eindeutige Erklärung dafür geben werde. Je mehr man über diesen Gegenstand schreibt, desto mehr wird das Wort zu einem Ausdruck für etwas, das ebenso unergründlich wie allgemeingegenwärtig ist. Man kann ihn nur untersuchen, indem man eine Unentbehrlichkeit in verschiedenen Zusammenhängen feststellt“ (Erikson 1970, S. 7).

Warum erscheint es uns nur so absurd dieses so einfache Wort nicht beantworten zu können? Nein, wir dürfen erkennen, dass es nicht eindeutig beantwortet werden soll. Denn dann würden wir uns als das erkennen, was wir wirklich sind. Und das ist offenkundig nicht gewollt. Und ja, auch hier ist die Lösung ganz einfach. Aber dazu weiter unten mehr.

Aber wer sind wir wirklich? Gehen wir mal davon aus, dass wir uns als Mensch betrachten und lassen für diesen Moment die Daten weg, die in unserem Pass stehen. Wer sind wir dann? Wir sind dann kein „Deutsch“ mehr, kein „Wohnhaft“ mehr an diesem Ort, kein „geboren am“ mehr und auch kein „Name“ mehr. Erkennungsdienstliche Daten sind dann auch nicht mehr da. Wer sind wir dann? Nun stellen wir uns einmal vor, was wir jemandem erklären, wer wir sind, wenn wir diese Daten nicht verwenden können. Wer sind wir dann?

Macht dieses Spiel mal in der Familie, mit Freunden und Bekannten. Es wird sich erstaunliches dabei zeigen. Zum einen dass wir uns mehr oder weniger total von der Identität der Daten auf dem Ausweis abhängig gemacht haben, zum anderen lernen wir unsere wahre Identität ohne diese Daten zu erkennen.

Dieses Erkennen ist der erste Schritt des Erkennens, was wir wirklich sind. Wenn wir nicht aufhören die Daten wegzulassen, werden wir unsere individuelle göttliche Idee vom Leben erkennen. Wir werden erkennen, was unser wahrer Lebensplan ist.

Das bedeutet, wenn wir als Menschen davon abgehalten werden, unseren Lebensplan zu erkennen, ist es gewollt, dass wir nicht entsprechend unseres Lebensplans leben können. Wir sollen den Vorstellungen derjenigen entsprechen, die davon profitieren, wenn wir uns nicht selbst erkennen.

An der Stelle der Identitätsfeststellung durch Pässe und Personalausweise wird erkennbar, dass es völlig absurd war, die Menschen davon abzuhalten ihre individuelle Identität zu erkennen und zu leben. Denn nun wird das System der behördlich und dadurch künstlichen geschaffenen Identität obsolet. Weil es immer mehr Menschen gibt, die Tricks und Lücken im System der Identitätsfeststellung erkennen, wird das Spiel immer absurder. Es schafft sich selbst ab, weil es am eigenen System festhalten muss.

Aus dieser Betrachtung ist es durchaus verständlich, dass die politische Macht befürchtet, ihre Macht zu verlieren, wenn es den Menschen nun zunehmend gelingt sich selbst zu erkennen. Es werden immer raffiniertere Methoden erarbeitet, um die künstliche Identität fälschungssicher zu machen. Wie wir es nicht nur in den nebenstehenden Videos sehen können, es gelingt nicht ansatzweise etwas Künstliches als Naturgegeben hinzustellen. Allein die naturgegebene Identität ist fälschungssicher. Aber diese ist in dieser Gesellschaft nicht erwünscht.

Es ist zunehmend unmöglich die wahre Identität der Menschen vor den Menschen zu verbergen. Die Offenbarung dessen, was wir wirklich sind, wird der Anlass sein, an dem das Kartenhaus zusammenfällt. Denn die Menschen glauben zu lassen, ihre Identität in ihren Pässen und Ausweisen vorzufinden, ist einer der größten Täuschungen sein dem Bestehen der Menschheit. Diese Täuschung steht kurz davor enthüllt zu werden.

Was ist nun die Identität?

Identität wird geprägt von wechselnden Formen, Eigenschaften und Zuständen, die dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterliegen, und von beharrenden Formen, die nicht dem Wandel unterliegen. Dazu zählen die Gesetze der Geometrie, Mathematik und Physik.

Wir sind in unserer individuellen Ausprägung unseres Seins, die schönste Form, durch die sich die göttliche Schöpferkraft selbst betrachten kann.

Wenn wir erkennen, was wir wirklich sind, lernen wir zu verstehen, dass unsere Identität zum einen vor der Geburt entstanden sein musste und zum anderen während unseres gesamten Lebens entstanden ist und weiterhin entsteht.

Haben wir eine Prüfung, eine Herausforderung, eine Erkrankung überstanden, sind wir danach jemand anderes. Erfahren wir Momente des Glücks, der Trauer, des Hasses, der Zufriedenheit, der Ungeduld und vieles andere mehr, sind wir jeweils immer jemand anderes.

Oft hören wir von entfernten Freunden oder Bekannten, die wir hier und da mal wiedersehen, dass wir uns enorm verändert hätten. Daran können wir erkennen, dass sich unsere Identität verändert hat. Wir mussten dafür gar nichts tun.

Wir können die Identität aber auch gezielt verändern, Und zwar über die ICH-BIN-Identifikation. Je öfter wir unserem Selbst zu verstehen geben, was wir denken, was wir sind, wird es irgendwann auch so sein.

Wir entscheiden es immer selbst, ob wir uns mit etwas im Außen identifizieren, mit einem Menschen, mit einer Menschengruppe, mit einer Firma, mit einer Markenidentität, mit einer Ideologie, oder mit Philosophien und Lebensmodellen. Alles das kommt von außen. Wir können Gefallen daran finden und können die Identifikation annehmen. Hier entscheiden wir danach, was es uns nutzt.

Oder mit unserem Inneren. Der andere Weg der Identifikation betrifft den Blick nach innen. Welches Wesen wohnt in mir? Welche Resonanz entsteht aus mir? Welches Gefühl habe ich bei diesen oder jenen Umständen? Welche Umstände ziehe ich an? Bei der Auseinandersetzung mit den Aspekten in mir, die ich also wirklich bin, lerne ich es zu erkennen, was da ist.

Wir können was in uns ist nicht ablehnen, nicht ignorieren und auch nicht vergessen. Es ist dennoch da und bricht sich seine Bahn, wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist. Wir können es nur erkennen, um dann sagen zu können, dass wir diese Identität nicht mehr brauchen. Dann können wir unserem Selbst sagen, dass wir ab jetzt anders sind.

Bild-Quelle: pixabay.com

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